Mir kommen schon wieder Beschwerden zu Ohren, ich hätte zu lange nicht geschrieben!! ô.O Wie kommt ihr darauf?? ò.ó
Okay ihr habt Recht, ich gebs ja zu. Aber es passiert so viel, dass ich nicht weiß, worüber ich zuerst schreiben soll! Mirjam, Dominic, die Landschaft, französische Sprachgewohnheiten, Week-end d'eglise und noch sooo viel mehr. Aber ich fang heute an und erzähl euch, was sich wirklich in meinem Leben verändert hat.
1. die Sprache, welch Wunder =P Ich geh jetzt in 2 komplett verschiedene Kurse, Montag Abend und Mittwoch Abend. Zu Hause muss ich zumindest mit Urs französisch sprechen, sonst bezahl ich CHF 1,00... aber wenn er mit mir deutsch spricht, muss er CHF 2,00 an mich bezahlen ;D Bis jetzt steht es unentschieden, mir fehlen einfach noch viele Vokabeln.
2. die Schokolade. Ich mag es, einkaufen zu gehen. Nicht deshalb, weil ich dann mal rauskomme aus der Wohnung, sondern weil ich die Erlaubnis habe, bei jedem Einkauf eine neue Sorte Schokolade auszuprobieren. Ganz ehrlich, keine ist bis jetzt auch nur annährend an Milka rangekommen! Die meiste Schokolade brech ich nur an, probier ein Stück und geb sie Urs ;-) Zum Glück kam gestern ein Paket mit deutscher Rittersport-Schokolade, deutschen Keksen und einer Plauener Zeitung, die aber von letzter Woche stammt. Spielt keine Rolle, solange die Schokolade gut ist *-*
3. meine Lebenseinstellung. In der Ruhe liegt die Kraft. Genieß die Augenblicke, sie sind einmalig. Mach verrückte Dinge, an die erinnert man sich auch als Großmutter noch. Solche Sprüche und viele andere hab ich schon in Deutschland viel gelesen und ich fand sie toll. Mehr nicht. Warum? Ich hatte keine Zeit, sie zu testen. Hier nehm ich mir die Zeit. Ich sehe die Landschaft, lachende Kinder, ein schlafendes Baby in meinen Armen, den Himmel mit allen seinen wunderbaren Facetten, Eichhörnchen und Spatzen auf dem Spielplatz oder am Strand; ich spüre die warme Brise, die immernoch durch Lausanne weht... sowas wäre mir in Deutschland nie aufgefallen, während ich durch die Straßen gehetzt wär. Ein Mittel dagegen ist ein Kind an der Hand. Man kann es nicht einfach mitschleifen, es zwingt dich, langsam zu laufen und auf die Umwelt zu achten, die ganzen kleinen Wunder zu entdecken und dich darüber zu freuen. Sie bemerken lustige Schattenspiele, kleine Tiere auf dem Weg und noch unendlich viel mehr. Warum ist es für uns Erwachsene so schwer, das Leben durch die Augen eines Kindes zu betrachten?