Samstag, 30. Oktober 2010

Lausanne bei Nacht

... die Kathedrale von Lausanne von außen, ich hab sie natürlich auch von innen angesehen. Photos sind dort aber nicht erlaubt.
Das Bild (und viele andere) stammt von der Tour mit Aline gestern Abend. Orte, an denen man gewesen sein muss und Spezialitäten, die man probiert haben sollte, wenn man in Lausanne wohnt.
Wusstet ihr, dass es nicht-flüssige warme Schokolade gibt? Und Kastanien-Eis?
Wusstet ihr, dass man von Lausanne aus bis nach Frankreich gucken kann? Sogar nachts sieht man die Lichter von der französischen Stadt, die genau gegenüber auf der anderen Seite vom Genfer See liegt.
Wusstet ihr, dass es hier Taschen für 620 CHF zu kaufen gibt? Das sind umgerechnet etwa 580€. Nachts verlagert sich das Leben in Lausanne auf andere Straßen mit eben solchen Geschäften und Clubs.
Wusstet ihr, dass es hier öffentliche Toiletten gibt, in die man von außen nicht reinschauen kann? Nagut ich kann mir vorstellen, dass ihr das wusstet. Aber wusstet ihr, dass man aus diesen Toiletten von innen einen sehr schönen Blick auf alles hat, was draußen vor sich geht? Fragt sich, warum trotzdem niemand diese Toiletten benutzt. Die Antwort ist ganz einfach: Wenn man nicht richtig abschließt, funktioniert das ganze nicht so, wie es gedacht ist, sondern anders herum.
Wenn alles klappt, geht es Montag weiter mit der Erkundungstour. Dann mit Aline's Schwester Rachel, weil Aline wieder nach Genf zurück muss. Beide können übrigens ziemlich gut deutsch ;-)

Dienstag, 12. Oktober 2010

Herbstferien


Ja, die hab ich auch, ob mans glaubt oder nicht! =) Und was macht man in den Ferien? In den Urlaub fahren. Mal die große weite Welt anschauen. Neue Kulturen kennen lernen, fremde Sprachen lernen. Oder aber in die Heimat zurückkehren ;-) Wobei, genau genommen erfüllt Berlin diese Anforderungen auch: Berlin ist nämlich auch groß und die Art, wie Berliner Auto fahren, kann man als einen Teil ihrer (in dem Fall gewöhnungs-bedürftigen) Kultur betrachten. Und mal ganz ehrlich, echtes Berlinerisch ist auch eine fremde Sprache.
Samstag Abend bin ich nach einer natürlich kuriosen Zugfahrt in Plauen eingetroffen und habe auf schnellstem indirekten Weg mein geliebtes Bett mit meiner unmittelbaren Nähe beglückt. Sonntag Vormittag konnte ich die entgeisterten Blicke der Gottesdienstbesucher genießen und Margarethes Geige zum Lob Gottes erklingen lassen. Nachmittags bis nachmitternachts hab ich dann die meiste Zeit mit Paul und Rexe bei Anna verbracht, verliebte Nudeln gegessen und die allerwichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht. Aufgrund des letzeren sind wir erst halb 2 nach Hause gefahren. Wir sind halt Frauen, das ist ok so!!
Seit Montag Mittag sind Paul und ich in Berlin. Auf vielfältigen (Um-)Wegen sind wir inzwischen bei meiner besten Freundin Mel angekommen und sind dabei, ihre Wohnung auf Vorderfrau zu bringen. Schließlich soll die kleine Leonie ja ein aufgeräumtes und sauberes Zuhause bekommen.
Donnerstag Mittag werden wir wieder zurückfahren, um pünktlich zur JG in die Markuskirche zu kommen. Dort machen wir wieder Bilder-Gucken!! Aber diesmal etwas anders, lasst euch überraschen =)
Übrigens, das 3:0 geht schon in Ordnung, man kann von den Jungs nicht immer phantastische Spiele erwarten ;-)

Freitag, 1. Oktober 2010

unbelievable


Ja, die Landschaft hier... ich könnte meinen gesamten Blog vollschreiben und dabei nur die Landschaftsbilder beschreiben, die ich hier jeden Tag genießen darf. Da euch das aber wahrscheinlich langweilen würde, begrenze ich mich auf die krassesten Beispiele. Bitte verzeiht mir, dass ich das mit dem "Kurzfassen" bestimmt nicht hinbekomme...
Am meisten fasziniert bin ich, wenn ich entweder hier aus dem Fenster schau oder im Auto sitze und mir die Umgebung anschauen kann.
Hier aus dem Fenster zu schauen ist wie ein kostbares Gemälde betrachten, das sich aber dauerhaft verändert. Es ist unmöglich, zu entscheiden, welches am schönsten ist: das Bild, wenn alles wolkenverhangen ist und man zwischen See und Himmel keinen Unterschied mehr erkennen kann... oder das, wenn die Sonne untergeht und der See glitzert wie ein geschliffener Diamant... oder das, wenn die Sonne hoch am Himmel steht und es einfach nur malerisch schön ist mit den unzählbaren Blautönen... oder doch Lausanne bei Nacht, wenn man nur noch die Lichter der Häuser am Ufer sehen kann, die leicht im Wasser widergespiegelt werden...
Zuletzt eine längere Strecke Auto (mit!)gefahren bin ich von Fribourg nach Lausanne. Es war bestes barfuß-über-weite-grüne-Wiesen-einfach-auf-die-Sonne-zu-renn-Wetter (=Platzregen) und ich war frustriert, außer meinem Konzertkleid (das brauchte ich den Samstag vorher in Saint-Paul, mein erstes Konzert mit Amabilis) keine Wechselklamotten mehr mitzuhaben und so im trockenen Auto sitzen bleiben zu müssen. Allerdings konnte ich von drinnen erleben, wie es ist, bei diesem Wetter durch einen Tunnel zu fahren. Von einer Millisekunde auf die andere ist es still und trocken, als würden alle auf einmal die Luft anhalten... und ebenso schnell prasselt der Regen mit geballter Kraft wieder auf die Frontscheibe, wenn man den Tunnel verlässt und der Geräuschpegel von gefühlten 0 auf 95 wieder anschnellt. Innerhalb von Sekundenbruchteilen, wohlbemerkt.
Wenn dann der Regen etwas nachgelassen hat und die Sonne durch die Wolken bricht, entstehen immer wieder solche Bilder, auf denen man die einzelnen Strahlen der Sonne erkennen kann, wie sie die Wolkendecke durchbrechen, um der Erde ein bisschen Licht und Wärme zukommen zu lassen. Auf der Fahrt von Fribourg nach Hause war der Himmel zeitweise übersät von solchen Strahlen mit verschiedener Intensität. Sie haben unnötigerweise auf die sattgrünen Wiesen aufmerksam gemacht, die in dieser Hügelgegend so typisch und reizvoll sind. Die Landschaft sieht hier manchmal aus wie hingebaut, nicht wie natürlich so ergeben. Wow...
Eine Wolke hat mich besonders fasziniert. Außen war sie orange angestrahlt, dann kam ein rosa Streifen und Richtung Mitte färbte sich die Wolke hellblau. Habt ihr sowas schonmal gesehen?? Also ich nicht...
Wenn ihr jetzt denkt, ihr konntet euch vorstellen, wie es hier ist, dann muss ich euch leider enttäuschen. Egal wie malerisch meine Sprache auch sein mag, ich kann diese Momente nicht in Worte fassen. Einfach unbelievable.