Montag, 14. November 2011

Jedes Geschenk braucht ein Geschenkband.

Jonathan's Geschenkband für mich
Wie versprochen kommt dieser Eintrag mit zeitlich (etwas) kürzerem Abstand zum vorherigen als beim letzten Mal!
Es soll heute um das vergangene Wochenende (Freitag bis Montag, also gestern) gehen. Aus der schweizer Welt wussten nur Isabelle, Oma Erika und Mister SamSam von meinen Plänen für diesen speziellen Zeitraum. Das hatte auch einen guten Grund: Überraschungsbesuche funktionieren nur, wenn möglichst wenige Kontaktpersonen der zu überraschenden Menschen eingeweiht sind! Desto mehr dieser "... o.O Was machst DU denn hier??!! o.O"-Blicke kann man genießen. Und davon gab es im Laufe des Wochenendes wirklich einige. Aber zurück zum Anfang:
Alles begann an einem noch sonnigen Tag Anfang September, als in mir und Isabelle während des skypens die Idee langsam an Gestalt gewann, so bald wie möglich einen Besuch zu planen, um vor Weihnachten noch einmal nach Lausanne zu kommen. Die Idee wuchs und gedieh und nahm mit 2 Bahntickets bald konkrete Formen an. Dann war "Klappe halten" angesagt. Noch am Montag der vergangenen Woche kam die dringende Anfrage von Urs, wann ich denn mal Zeit hätte, um die Familie besuchen zu kommen. Scheinbar waren meine Reaktionen darauf so gut gespielt, dass er keinen Verdacht hegte, ich könnte schon etwas geplant haben, das vielleicht sogar in derselben Woche stattfinden sollte. Noch während meiner Überlegungen, ob es sich überhaupt lohnt, Donnerstag Abend ins Bett zu gehen, wenn doch 4:42 Uhr mein Zug abfährt, bekam ich von Johannes die Nachricht, dass er sich ab Freitag gegen 0:30 Uhr in Dresden aufhalten wird. Verrückt wie wir sind, beschlossen wir, uns zu treffen und uns irgendwie im McDonalds die Nacht um die Ohren zu hauen. Das hat auch ganz gut geklappt, wir hatten uns ja einiges zu erzählen.
Machen wir einen Zeitsprung von etwa 12 Stunden: Isabelle holte mich mit den beiden Kleinen vom Bahnhof ab und zu dem Zeitpunkt begannen die Überraschungs-Momente, die ich so sehr liebe und für die ich auch viel Geld und Zeit investiere und Reisestrapazen auf mich nehme.
Urs, Irmela und Dominic
Samstag ging es nach Saillon: erst auf einen Turm, meine Höhenangst unter Beweis stellen, und dann in ein Thermalbad mit Sauna. Das ist Wellness trotz 4 Kindern! Sonntag war Lobpreis-GD, weshalb fast alle meiner Leute dort waren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kirche machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Signal de Bougy, einem großen Park mit Tieren und Spielplätzen, um den Kindern ein bisschen Auslauf zu gönnen. Wie wir das alles inklusive Australien-Bilder angucken, Schokokuchen backen und essen, "Rendez-vous mit einem Engel" gucken, skypen, ziemlich viele Süßigkeiten futtern, Dominics Fortschritte bewundern, den 3 Älteren gleichzeitig beim begeisterten Erzählen zuhören und schier unendlichen spannenden Gesprächen führen in dieses kurze Wochenende reingepackt haben, ist mir immernoch ein Rätsel.

Montag musste ich dann schon wieder zurück und mit ein paar süßen Liebesbeweisen meiner Lieblinge und 7 Staffeln Scrubs im Gepäck wurde die lange Reise erträglich. Jetzt bin ich wieder da und schon wieder im Alltag angekommen. Doch irgendwo in meinem Gedächtnis leuchtet noch die Erinnerung an ein wunderschönes Wochenende in Lausanne.