Samstag, 13. Oktober 2012

Fortsetzung folgt hier:

Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass es immernoch Leute gibt, die regelmäßig meinen längst vergessenen Blog checken und einen neuen Post herbeisehnen! Und das, obwohl seit dem letzten Eintrag 11 Monate vergangen sind.
Was ist seitdem geschehen? Naja, genau wie bei euch ist ein Schul-/Arbeits-/Ausbildungsjahr vergangen und ein neues hat begonnen. Aber kommen wir zum spannenderen Teil des Lebens: seit knapp 6 Wochen ist mein Schokibär endlich in Deutschland, lernt fleißig unsere Sprache, einiges über Orientierung ohne Navi und über deutsches Essen. Wir entdecken immer mehr Unterschiede zwischen unseren Kulturen und sind immer wieder erstaunt (oder entsetzt), wie jemand anders leben kann als man selber es gewohnt ist. Wie ihr seht, haben wir noch viel voneinander und übereinander zu lernen. Deshalb: Keine Sorge, ihr habt nicht deshalb noch keine Hochzeits-Einladungen bekommen, weil wir euch nicht mögen oder vergessen haben, sondern einzig und allein aus dem Grund, weil noch keine Hochzeit geplant ist!
Vor 3 Wochen waren wir zusammen beim Sängerfest in Krelingen, wo er 2 meiner Schwestern und einige alte (nicht auf ihr Alter bezogen!!) Bekannten kennen lernen konnte. Wie erwartet haben ihn sofort alle geliebt. Ich bin halt nicht die Einzige mit gutem Geschmack ;-)
Am kommenden Wochenende fahren wir zu Mel und Leonie nach Berlin und am Montag drauf für eine Woche nach Plauen. Wer also Zeit und Lust hat, einen waschechten Amerikaner kennen zu lernen, der schicke mir einfach eine Mail/SMS/Kommentar/Facebook-Nachricht/Skype-Nachricht oder sonstiges mit dem Code-Text "Ich! Ich! Iiiiich!". Auf dieser vertrauensvollen Basis lässt sich dann sicher ein Ort und eine Zeit finden, die zur Zufriedenheit aller Beteiligten beiträgt. Also los, ich bin gewappnet für jegliche Art von Bombadierung durch Nachrichten auf allen Online-Portalen!

Nachtrag vom April 2012

Vorgestern beim Abendessen:
Judith: "Es muss auch ein Leben außerhalb von Facebook geben!!"
Johanna: "Stimmt... das heißt "Skype"."

Zugegeben, ich verbringe (aus guten Gründen) viel Zeit in Facebook und Skype. Aber selbst in meinem Leben geschieht einiges außerhalb der virtuellen Welt. Die Ausbildung nimmt dabei die meiste Zeit des Tages in Anspruch. Am nächsten Freitag ist Zeugnisausgabe und ich darf einen wirklich guten Durchschnitt erwarten. Judith, ich brauch deine Durchschnitte zum Vergleich! (A.d.R.: leider habe ich deinen Durchschnitt aufgrund unfairer Vergleiche um 0,3 unterboten)
Neben der Ausbildung gehe ich meist 2x pro Woche im Callcenter arbeiten. Je mehr Leuten ich dort Zeitschriften-Abos andrehen kann, desto mehr verdiene ich auch. Man braucht also eine ausgeklügelte Verkaufs-Strategie. Okay das war gelogen, mein Unternehmen macht nur Umfragen und Tests, für die die Teilnehmer sogar bezahlt werden! Trotzdem hat man bei der Konsumentenakquise oft mit Vorurteilen zu kämpfen. (A.d.R.: diesen Job werde ich aus Zeit- und Geldgründen kündigen müssen, ich habe allerdings schon ein paar neue/bessere Angebote)
In der vergangenen Woche hatte ich Besuch von Frido, der sich gerne Dresden anschauen wollte. Er war Grund genug, jeden Abend zu kochen und damit zumindest für eine Woche einem gesunden Lebensstil näher zu kommen.
Am vergangenen Wochenende stand wiedermal ein Euphonium zum Test an. Und es hat ihn bestanden! Das heißt, ich habe mich entschieden, dieses Euphonium von Helios zu kaufen und dann endlich unabhängig zu sein, was Blasinstrumente angeht :-)

Fortsetzung folgt...

Montag, 14. November 2011

Jedes Geschenk braucht ein Geschenkband.

Jonathan's Geschenkband für mich
Wie versprochen kommt dieser Eintrag mit zeitlich (etwas) kürzerem Abstand zum vorherigen als beim letzten Mal!
Es soll heute um das vergangene Wochenende (Freitag bis Montag, also gestern) gehen. Aus der schweizer Welt wussten nur Isabelle, Oma Erika und Mister SamSam von meinen Plänen für diesen speziellen Zeitraum. Das hatte auch einen guten Grund: Überraschungsbesuche funktionieren nur, wenn möglichst wenige Kontaktpersonen der zu überraschenden Menschen eingeweiht sind! Desto mehr dieser "... o.O Was machst DU denn hier??!! o.O"-Blicke kann man genießen. Und davon gab es im Laufe des Wochenendes wirklich einige. Aber zurück zum Anfang:
Alles begann an einem noch sonnigen Tag Anfang September, als in mir und Isabelle während des skypens die Idee langsam an Gestalt gewann, so bald wie möglich einen Besuch zu planen, um vor Weihnachten noch einmal nach Lausanne zu kommen. Die Idee wuchs und gedieh und nahm mit 2 Bahntickets bald konkrete Formen an. Dann war "Klappe halten" angesagt. Noch am Montag der vergangenen Woche kam die dringende Anfrage von Urs, wann ich denn mal Zeit hätte, um die Familie besuchen zu kommen. Scheinbar waren meine Reaktionen darauf so gut gespielt, dass er keinen Verdacht hegte, ich könnte schon etwas geplant haben, das vielleicht sogar in derselben Woche stattfinden sollte. Noch während meiner Überlegungen, ob es sich überhaupt lohnt, Donnerstag Abend ins Bett zu gehen, wenn doch 4:42 Uhr mein Zug abfährt, bekam ich von Johannes die Nachricht, dass er sich ab Freitag gegen 0:30 Uhr in Dresden aufhalten wird. Verrückt wie wir sind, beschlossen wir, uns zu treffen und uns irgendwie im McDonalds die Nacht um die Ohren zu hauen. Das hat auch ganz gut geklappt, wir hatten uns ja einiges zu erzählen.
Machen wir einen Zeitsprung von etwa 12 Stunden: Isabelle holte mich mit den beiden Kleinen vom Bahnhof ab und zu dem Zeitpunkt begannen die Überraschungs-Momente, die ich so sehr liebe und für die ich auch viel Geld und Zeit investiere und Reisestrapazen auf mich nehme.
Urs, Irmela und Dominic
Samstag ging es nach Saillon: erst auf einen Turm, meine Höhenangst unter Beweis stellen, und dann in ein Thermalbad mit Sauna. Das ist Wellness trotz 4 Kindern! Sonntag war Lobpreis-GD, weshalb fast alle meiner Leute dort waren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kirche machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Signal de Bougy, einem großen Park mit Tieren und Spielplätzen, um den Kindern ein bisschen Auslauf zu gönnen. Wie wir das alles inklusive Australien-Bilder angucken, Schokokuchen backen und essen, "Rendez-vous mit einem Engel" gucken, skypen, ziemlich viele Süßigkeiten futtern, Dominics Fortschritte bewundern, den 3 Älteren gleichzeitig beim begeisterten Erzählen zuhören und schier unendlichen spannenden Gesprächen führen in dieses kurze Wochenende reingepackt haben, ist mir immernoch ein Rätsel.

Montag musste ich dann schon wieder zurück und mit ein paar süßen Liebesbeweisen meiner Lieblinge und 7 Staffeln Scrubs im Gepäck wurde die lange Reise erträglich. Jetzt bin ich wieder da und schon wieder im Alltag angekommen. Doch irgendwo in meinem Gedächtnis leuchtet noch die Erinnerung an ein wunderschönes Wochenende in Lausanne.