Samstag, 15. Februar 2014

Die Reise geht weiter...

Geplant war es so: Ich komme nach Deutschland zurück, feier Weihnachten und Silvester, beziehe meine erste komplett eigene Wohnung, studiere und arbeite, heirate, bekomme Kinder und werde glücklich.

Die Realität dagegen sieht so aus: Ich komme nach Deutschland zurück, feier Weihnachten und Silvester - so weit, so gut - und damit hört es auch schon wieder auf.

Bis Ende Januar lag die Kommandozentrale meiner Bewerbungsbemühungen noch in meinem Elternhaus in Plauen. Dank erster Erfolge verlagerte ich selbige für eine erlebnisreiche Nacht zu Freunden der Familie aus Leipzig. Schon am Tag darauf erfolgte die Planung und Umsetzung des nächsten Umzuges in eine WG mit einer mir wohlbekannten Person. In selbiger WG werde ich noch ganze 10 Wochen weilen, bis ich mich wieder auf Wanderschaft begeben werde, um eine neue WG mit meiner Anwesenheit zu beglücken - wenn auch nur für 2 Monate.  Bevor ich von Juli bis Ende September meinem geliebten Männlein nach Amerika hinterher eile, wo mir liebenswerterweise schon eine nette Gastfamilie ein Zimmer angeboten hat, werde ich wohl noch in Plauen und Berlin zwei Zwischenstationen einlegen. Soviel zum Thema "erste komplett eigene Wohnung".

"... studiere und arbeite...". Am Studium arbeite ich noch. Das heißt auf der einen Seite bewerben und auf der anderen: arbeiten. Ja, richtig arbeiten! Ohne Erfahrungen in die Hotellerie reinzukommen, ist leicht utopisch. Also hole ich das nach und mache ein Praktikum im Hotel.

"... heirate, bekomme Kinder...". Naja, das ist zwar in Planung, aber noch in (gefühlt) weiter Ferne.

Zu guter Letzt darf ich trotzdem sagen: das mit dem glücklich werden hat trotz allem geklappt! :-)

Donnerstag, 28. November 2013

Erkenntnisse aus dem November

November sind lang und kalt. Der perfekte Moment, um neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Ein paar weniger habe ich hier verschriftlicht:

Normalerweise kann man ja langweilige Wochenenden mit Shoppen umgehen, aber da Malcesine so gut wie keine Touristen mehr beherbergt und auch alle üblichen Einwohner (etwa 2.000), die das entsprechende Kleingeld haben, auf die Malediven flüchten, bricht der Umsatz ein und 98% der Läden sind geschlossen. Vorbei das Weihnachtsgeschenke suchen. Einzig Supermarkt und eine Apotheke haben noch geöffnet.

Letztere habe ich vergangene Woche besucht, nachdem ich aufgrund immer wiederkehrender Gesundheitsprobleme einen Arzt aufsuchen musste. Das sah aus wie folgt: 9.00 Uhr öffnet die Praxis, bereits 8.15 Uhr standen 8 Leute vor verschlossener Tür und warteten. Also ging ich erst auf 10.00 Uhr zum Arzt, um vielleicht gleich dranzukommen. Weit gefehlt, das Wartezimmer war restlos überfüllt. Offiziell schließt die Praxis 12:00 Uhr, 12:07 Uhr war ich an der Reihe. Und auch als ich mit der Ärztin sprach, war das Wartezimmer noch bis auf den letzten Platz voll.

Etwas länger dauert es inzwischen auch bei der italienischen Post. Queen Elisabeth schickte nämlich - übrigens einer der wenigen Lichtblicke im November - ihren Untertanen ein "haltet-durch-Paket" voll mit lustigen Fotos, einer knuffigen Karte und vielen Süßigkeiten aus Deutschland, das 2,5 Wochen unterwegs war. Lizzy, deine Wiederwahl ist hiermit gesichert!!

Auch meine geliebte Mama hat ein Päckchen mit den ersten 15 Säckchen des Adventskalenders geschickt! Selbst November haben ihre Vorteile.

Dienstag, 19. November 2013

Auflösung für die Zahl 1

Es gibt ja solche und solche Wochenenden. Solche, die nicht enden wollen und an denen man sich nur mit immenser Mühe irgendwann nachmittags aus seinem Pyjama rausquält, um ihn wenige Stunden später wieder anzuziehen. Und solche, die innerhalb kürzester Zeit verflogen sind, ehe man sich daran gewöhnt hat, dass gerade Wochenende ist. Oder war.

Wie auch immer, Maria und ich haben letzte Woche ein Wochenende der zweiten Art erlebt - was für eine schöne Abwechslung! Freitag, direkt nach der Arbeit ging es mit dem Bus nach Trento, einer etwa 2 Stunden entfernten Stadt. Dort wartete Roberto schon sehnsüchtig auf seine 2 hübschen Gäste, die es auf italienische Art zu bewirten galt. Erstmals seit unzählbaren Nächten hatten Maria und ich jeder ein eigenes Bett in einem eigenen Zimmer! Ganz ehrlich? Das war seltsam.

Samstag, nach einem reichen, typisch italienischen Frühstück, besichtigten wir die Burg - Castello del Buonconsiglio - von Trento, die sich durch ihre bunten Deckenmalereien auszeichnet. Sehr beeindruckend war vor allem die Anzahl der Gemächte, die zweifelsohne den bisherigen Rekord einzustellen vermochte. Warum wir nicht stattdessen die italienische Sonne genossen? Die Antwort versteckt sich in Bild 1, einem Blick von Robertos Balkon im 13. Stock.

Nachmittags erkundeten wir trotz allem die schöne Altstadt Trentos (siehe Bild 2). Am Abend widmeten wir uns ganz der italienischen Küche (siehe Bild 3). Die Aufteilung sah dabei aus wie folgt: Maria und ich saßen drin und Roberto hat gekocht. Jede unserer Bewegungen in Richtung "Ich helfe dir mal... ich decke schon mal den Tisch... ich kann ja die Tomaten schneiden..." etc. verfolgte er mit Adlersaugen und erstickte sie mit den Worten "Sitzen bleiben, ihr seid meine Gäste!" sofort im Keim. Gewöhnungsbedürftig, aber entspannend, sobald man sich daran gewöhnt hat.

Am Sonntag ging es erst zum Gottesdienst und nach einem letzten original italienischen Mittagessen wieder zurück nach Malcesine. Unsere Einschätzung: immer wieder gerne!

Und die 1 bedeutete "noch eine Nacht bis Trento" :-)