Freitag, 1. Oktober 2010

unbelievable


Ja, die Landschaft hier... ich könnte meinen gesamten Blog vollschreiben und dabei nur die Landschaftsbilder beschreiben, die ich hier jeden Tag genießen darf. Da euch das aber wahrscheinlich langweilen würde, begrenze ich mich auf die krassesten Beispiele. Bitte verzeiht mir, dass ich das mit dem "Kurzfassen" bestimmt nicht hinbekomme...
Am meisten fasziniert bin ich, wenn ich entweder hier aus dem Fenster schau oder im Auto sitze und mir die Umgebung anschauen kann.
Hier aus dem Fenster zu schauen ist wie ein kostbares Gemälde betrachten, das sich aber dauerhaft verändert. Es ist unmöglich, zu entscheiden, welches am schönsten ist: das Bild, wenn alles wolkenverhangen ist und man zwischen See und Himmel keinen Unterschied mehr erkennen kann... oder das, wenn die Sonne untergeht und der See glitzert wie ein geschliffener Diamant... oder das, wenn die Sonne hoch am Himmel steht und es einfach nur malerisch schön ist mit den unzählbaren Blautönen... oder doch Lausanne bei Nacht, wenn man nur noch die Lichter der Häuser am Ufer sehen kann, die leicht im Wasser widergespiegelt werden...
Zuletzt eine längere Strecke Auto (mit!)gefahren bin ich von Fribourg nach Lausanne. Es war bestes barfuß-über-weite-grüne-Wiesen-einfach-auf-die-Sonne-zu-renn-Wetter (=Platzregen) und ich war frustriert, außer meinem Konzertkleid (das brauchte ich den Samstag vorher in Saint-Paul, mein erstes Konzert mit Amabilis) keine Wechselklamotten mehr mitzuhaben und so im trockenen Auto sitzen bleiben zu müssen. Allerdings konnte ich von drinnen erleben, wie es ist, bei diesem Wetter durch einen Tunnel zu fahren. Von einer Millisekunde auf die andere ist es still und trocken, als würden alle auf einmal die Luft anhalten... und ebenso schnell prasselt der Regen mit geballter Kraft wieder auf die Frontscheibe, wenn man den Tunnel verlässt und der Geräuschpegel von gefühlten 0 auf 95 wieder anschnellt. Innerhalb von Sekundenbruchteilen, wohlbemerkt.
Wenn dann der Regen etwas nachgelassen hat und die Sonne durch die Wolken bricht, entstehen immer wieder solche Bilder, auf denen man die einzelnen Strahlen der Sonne erkennen kann, wie sie die Wolkendecke durchbrechen, um der Erde ein bisschen Licht und Wärme zukommen zu lassen. Auf der Fahrt von Fribourg nach Hause war der Himmel zeitweise übersät von solchen Strahlen mit verschiedener Intensität. Sie haben unnötigerweise auf die sattgrünen Wiesen aufmerksam gemacht, die in dieser Hügelgegend so typisch und reizvoll sind. Die Landschaft sieht hier manchmal aus wie hingebaut, nicht wie natürlich so ergeben. Wow...
Eine Wolke hat mich besonders fasziniert. Außen war sie orange angestrahlt, dann kam ein rosa Streifen und Richtung Mitte färbte sich die Wolke hellblau. Habt ihr sowas schonmal gesehen?? Also ich nicht...
Wenn ihr jetzt denkt, ihr konntet euch vorstellen, wie es hier ist, dann muss ich euch leider enttäuschen. Egal wie malerisch meine Sprache auch sein mag, ich kann diese Momente nicht in Worte fassen. Einfach unbelievable.

2 Kommentare:

  1. ich finde du machst das schon grossartig!
    Jeder, der auch nur ein bisschen Fantasie hat kann sich etwas von dem Zauber der landschaft, die du beschreibst vorstellen und ich finde auch einfach den Versuch genau das zu tun wunderschoen.
    hm... leicht verwirrend der Satz hier O_o

    Es ist toll, dass es dir so gut geht und dass du es so geniessen kannst ind Lausanne zu sein.
    Ich hab dich lieb
    Deine Ruth

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  2. Ich hab den Satz verstanden =) Danke, ich würd dir das wahnsinnig gern alles live zeigen... aber als Abiturient hat man wahrscheinlich andere Sorgen als 12 Std am Stück Zug zu fahren ;D
    Ich hoffe, dir geht es mindestens genauso gut... wenn nicht, du hast ja meine E-Mail-Adresse ;-)
    Ich hab dich auch lieb!

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