Vorgestern haben wir eine alte Walfangstation besichtigt, die zu einem Walfischmuseum umgebaut wurde, weil Walfang seit den 70er Jahren in Australien verboten ist. Hier haben wir schon zum 3. oder 4. Mal einen Bobtail (eine Echsenart) getroffen, der unser Essen gerecht unter allen (!) Anwesenden aufteilen wollte. Die Jungs waren damit nicht ganz einverstanden und haben sich seiner angenommen. Anschließend sind wir trotz maßloser Hitze noch an der Küste rumgeklettert, um eine gewaltige Felsspalte und eine Felsbrücke zu bewundern. Am Berauschendsten waren der Lärm der sich an den Felsen brechenden Wellen und die hoch aufspritzende Gischt. Beendet haben wir den Tag auf einem unluxuriösen Campingplatz. Dort einen Raum (damit meine ich auch „Abwaschbecken“, „Duschvorhang“ und dergleichen) ohne undefinierbare Insekten zu finden, war ungefähr genauso wahrscheinlich, wie den Papst mit einer muslimischen Frau bei unsittlichen Dingen zu erwischen.
Der gestrige Tag war wenig erlebnisreich, weil er als „Rückfahrtag nach Perth“ gedacht war. Also alle rein ins Auto und bei 38°C einige Stunden fahren. Lustig. Als kleine Entschädigung sind wir am späten Nachmittag in Perth in den Whiteman Park gegangen. Ein riesiger Park mit riesigen Spielplätzen, riesigen Grünflächen, etc. Es gab sogar eine kleine Eisenbahn, mit der wir fahren konnten. Timon war danach restlos zufrieden. Auf dem Campingplatz hatten Mirjam und ich dann noch ein ganz besonderes Erlebnis: Kängurus streicheln und füttern.
Der Whiteman Park hat uns so beeindruckt, dass wir heute gleich wieder hingefahren sind. Auf dem größten Spielplatz (7 Rutschen!!!) hab ich einen kleinen englisch sprechenden Freund gefunden, ich schätze ihn auf 2 Jahre. Ich weiß nicht warum, aber er ist immer wieder zu mir gekommen, wenn seine Hände sandig waren oder er sich nicht allein auf ein Spielgerät getraut hat. Seine Betreuerin (ich gehe davon aus, dass sie seine Mutter war) hat er dabei völlig links liegen gelassen. Nach der Camperabgabe gings wieder zum Flughafen. Beim Check In für den Flug nach Adelaide lief alles so glatt, dass ich es mir erlaubt habe, „piep piep“ sagend durch den hübschen Türbogen zu gehen, der mich erfolglos nach Metall abgesucht hat. Die Landung war weniger schlimm als erwartet, ich habe den Härtetest bestanden und bin endlich gesund! Hier in Adelaide sind wir noch 2 oder 3 Stunden Zeitunterschied weiter von Deutschland weg. Es war also schon fast Mitternacht, als wir unser wunderschönes Appartement für eine Nacht bezogen haben. Trotz der fortgeschrittenen Zeit hat mich die Dusche davon überzeugt, sie zu genießen, bevor ich ins Bett gehe.
Die Hitze erinnert mich an etwas: als wir damals mit dem Camper grad durch die Navajo-Wüste unterwegs waren, fiel die Klimaanlage aus. Wohlgemerkt, in der Wüste! Das bisschen Wasser, was wir mithatten, war bald heiß und auch keine wirkliche Hilfe mehr... Also schön ist was anderes^^
AntwortenLöschen"piep piep" -> du bist ja ein Spaßvogel.^^
JK
Uiuiui klingt echt ungemütlich... wir fahren zum Glück fast nur an der Küste entlang und hüpfen immermal wieder ins Meer.
AntwortenLöschenNaja der Kontrolleur, der dort stand, war schwarz und sah hummorvoll aus *grins* Er fands wirklich lustig^^