Montag, 14. November 2011

Jedes Geschenk braucht ein Geschenkband.

Jonathan's Geschenkband für mich
Wie versprochen kommt dieser Eintrag mit zeitlich (etwas) kürzerem Abstand zum vorherigen als beim letzten Mal!
Es soll heute um das vergangene Wochenende (Freitag bis Montag, also gestern) gehen. Aus der schweizer Welt wussten nur Isabelle, Oma Erika und Mister SamSam von meinen Plänen für diesen speziellen Zeitraum. Das hatte auch einen guten Grund: Überraschungsbesuche funktionieren nur, wenn möglichst wenige Kontaktpersonen der zu überraschenden Menschen eingeweiht sind! Desto mehr dieser "... o.O Was machst DU denn hier??!! o.O"-Blicke kann man genießen. Und davon gab es im Laufe des Wochenendes wirklich einige. Aber zurück zum Anfang:
Alles begann an einem noch sonnigen Tag Anfang September, als in mir und Isabelle während des skypens die Idee langsam an Gestalt gewann, so bald wie möglich einen Besuch zu planen, um vor Weihnachten noch einmal nach Lausanne zu kommen. Die Idee wuchs und gedieh und nahm mit 2 Bahntickets bald konkrete Formen an. Dann war "Klappe halten" angesagt. Noch am Montag der vergangenen Woche kam die dringende Anfrage von Urs, wann ich denn mal Zeit hätte, um die Familie besuchen zu kommen. Scheinbar waren meine Reaktionen darauf so gut gespielt, dass er keinen Verdacht hegte, ich könnte schon etwas geplant haben, das vielleicht sogar in derselben Woche stattfinden sollte. Noch während meiner Überlegungen, ob es sich überhaupt lohnt, Donnerstag Abend ins Bett zu gehen, wenn doch 4:42 Uhr mein Zug abfährt, bekam ich von Johannes die Nachricht, dass er sich ab Freitag gegen 0:30 Uhr in Dresden aufhalten wird. Verrückt wie wir sind, beschlossen wir, uns zu treffen und uns irgendwie im McDonalds die Nacht um die Ohren zu hauen. Das hat auch ganz gut geklappt, wir hatten uns ja einiges zu erzählen.
Machen wir einen Zeitsprung von etwa 12 Stunden: Isabelle holte mich mit den beiden Kleinen vom Bahnhof ab und zu dem Zeitpunkt begannen die Überraschungs-Momente, die ich so sehr liebe und für die ich auch viel Geld und Zeit investiere und Reisestrapazen auf mich nehme.
Urs, Irmela und Dominic
Samstag ging es nach Saillon: erst auf einen Turm, meine Höhenangst unter Beweis stellen, und dann in ein Thermalbad mit Sauna. Das ist Wellness trotz 4 Kindern! Sonntag war Lobpreis-GD, weshalb fast alle meiner Leute dort waren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kirche machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Signal de Bougy, einem großen Park mit Tieren und Spielplätzen, um den Kindern ein bisschen Auslauf zu gönnen. Wie wir das alles inklusive Australien-Bilder angucken, Schokokuchen backen und essen, "Rendez-vous mit einem Engel" gucken, skypen, ziemlich viele Süßigkeiten futtern, Dominics Fortschritte bewundern, den 3 Älteren gleichzeitig beim begeisterten Erzählen zuhören und schier unendlichen spannenden Gesprächen führen in dieses kurze Wochenende reingepackt haben, ist mir immernoch ein Rätsel.

Montag musste ich dann schon wieder zurück und mit ein paar süßen Liebesbeweisen meiner Lieblinge und 7 Staffeln Scrubs im Gepäck wurde die lange Reise erträglich. Jetzt bin ich wieder da und schon wieder im Alltag angekommen. Doch irgendwo in meinem Gedächtnis leuchtet noch die Erinnerung an ein wunderschönes Wochenende in Lausanne.

Dienstag, 11. Oktober 2011

nochmal Mister President

Bin ja mal gespannt, ob ich es heute bis zu Mister President schaffe, immerhin kommen vorher noch 3 intensive Wochen. Davon waren 2 aber nur intensiv im Sinn von "arbeitsintensiv", "planungsintensiv", "stressintensiv" etc., obwohl ich sie zu Hause verbringen durfte. Das hieß leider nicht, dass ich Zeit für meine Freunde gehabt hätte.
Am 18.8. war dann der offizielle Einzug in Dresden mit Hilfe von Papa und meinem großen Cousin. Nur als kleine Anmerkung: zur Feier der Angelegenheit bin ich unfallfrei meine allerliebste Lieblingsstrecke auf der Autobahn gefahren! Durch mentalen Stress nimmt man doch ab, oder?...
Kurz zusammengefasst (aus Zeit- und Nervengründen und eventueller Erinnerungslücken) habe ich mich sehr schnell in meiner WG und meiner neuen Schule eingelebt. Sowas fällt mir ja prinzipiell nicht allzu schwer und dadurch, dass hier sogut wie alle total lieb sind, hat das auch nicht lange gedauert. Ich wohne jetzt also mit Viki, Linda und Richard in der WG unserer Gemeinde im Pfarrhaus. Meistens ist auch Johanna, die Verlobte von Richard, bei uns, dann sind wir ein ziemlich lustiges Häufchen.
Wir haben hier den best English teacher ever! Marc ist Kanadier und spricht fließend Englisch, Französisch und Deutsch. Und er hat einen total fetzigen Humor: wir haben am Anfang regelmäßig unter den Tischen gelegen vor Lachen und haben trotzdem viel gelernt. Er ist auch Mister President, der Präsident des Ausländerbeirates in Dresden. Das als Erklärung der Überschrift.
Für alle Plauener: dieses Wochenende geht es für eine knappe Woche nach Plauen! Nicht, dass ihr meint, ihr hättet das nicht gewusst ;-) Und ich gelobe: bis zum nächsten Beitrag dauert es nicht so lange!!

Sonntag, 4. September 2011

Mister President

Vielleicht habt ihr euch gefragt, was aus meinem Blog wird, wenn sein eigentlicher Sinn erfüllt ist. Dann haben wir etwas gemeinsam. Ich hab mit einigen Leuten darüber diskutiert, was am Sinnvollsten wäre. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, ihn weiterzuführen, obwohl mein Schulleben wesentlich weniger aufregend sein wird als mein Au Pair-Aufenthalt. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich einiges zu erzählen habe :)
Es sind schon einige Wochen (oder Monate?) vergangen, seit ich mich das letzte Mal gemeldet hab und in dieser Zeit ist viel passiert: Drôme, meine Rückkehr nach Deutschland, 2 bürokratische Wochen in Plauen, dann der Umzug und der Schulanfang (mit Zuckertüte!!).
Schon über Drôme könnte ich seitenweise schreiben, ohne dass ihr vor Langeweile einschlafen würdet. Es war wie schon letztes Jahr eine ganz besondere Woche, die ich mit meiner Nachfolgerin Isabelle erleben durfte. Wenn man die Intensität unserer Gespräche mit denen vom letzten Jahr (mit Judith) vergleicht, kann ich keinen Unterschied erkennen, obwohl wir uns einen Tag vor der Abreise nach Drôme zum ersten Mal gesehen haben und face to face talken konnten. Und wie schon letztes Jahr haben wir einen ganz besonderen Menschen kennen gelernt, zu dem auch immernoch Kontakt besteht.
In den letzten 3 Tagen in Lausanne gab es dann mehrere wirklich ergreifende Abschiede mit einer spontanen Rede auf französisch vor der versammelten Gemeinde, dem "Air on the G-String" mit Mister SamSam, Schokokuchen mit Fröschen, Wunderkerzen und Tränen.
Danach mit grenzwertigem Übergewicht (die Koffer, nicht ich!!) technische Probleme bei der DB und demenstprechende Verspätungen, Fahrplanänderungen etc überstehen, um dann von Familie und Alice begrüßt zu werden und gleich erstmal Auto zu fahren.
Soweit  zu "Au-Pair in der Schweiz". Damit euch die Länge dieses Beitrags nicht völlig entsetzt, break ich hier mal und erklär euch den Titel im nächsten Beitrag ;-)

Sonntag, 19. Juni 2011

Auf der Zielgeraden

Jetzt ist es schon eine Woche her, dass ich das letzte Mal in Deutschland war. A propos "das letzte Mal"... diese Worte passen ziemlich gut auf meine letzten Wochen hier in der Schweiz:
- die letzten paar Stunden Schule (wer geht eigentlich nach der Prüfung noch zur Schule??)
- die letzten 2 Konzerte am Dienstag und Mittwoch Abend, bei denen ich stolz und wahnsinnig aufgeregt am ersten Pult der ersten Geige sitzen werde und für die ich höchstwahrscheinlich einen größeren Adrenalinschub brauche als normalerweise
- die letzte Orchesterprobe nächsten Mittwoch
- die letzten 3 Louange-Proben (mit allem/allen, was/die dazu gehört/gehören) am Donnerstag Abend
- die letzten 3 Wochen Urlaub (1. und 2. Juliwoche + 1. Augustwoche: DRÔME!!)
- die letzte elend lange Zugfahrt am 9.8.2011
- und vor allem: die letzten Tage mit meinen Kids. Leute ich muss sagen, ich hab jetzt seit Freitag Abend sturmfrei und ich freu mich soooo riesig auf den Moment, wenn ich meine Kleinen wiedersehe und Dominic auf den Arm nehmen kann. Wie soll das werden, wenn ich wieder in Deutschland wohne?
Aber Schluss mit der Melodramatik, schließlich steht schon im Textbuch der Ärzte, dass jedes Ende auch ein Anfang ist und auf den bin ich ziemlich gespannt. Sowohl auf Isabelles Anfang hier als auch auf meinen Anfang in der WG und auf der Fachschule. Also los, lassen wir die Vergangenheit hinter uns und packen wir die Zukunft an!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Aller-Retour

So heißt das Ticket, wenn man hin- und zurückfahren will. Das könnte man in meinem Fall jetzt verschieden deuten... entweder Lausanne-Plauen und zurück nach Lausanne oder Plauen-Lausanne (eine Woche nach Ostern) und zurück nach Plauen (tjaaaaa...^^). Zumindest habe ich noch vor Vollendung meiner ersten Arbeitswoche nach den Ferien schon wieder die nächsten Tickets nach Deutschland gebucht. Ich kann euch ja nicht schon wieder so lange auf Jojo-Entzug setzen.
Vorher gehts hier aber noch etwas zur Sache: am Freitag startet mein letzter Französisch-Kurs, der 2 Abende pro Woche stattfindet. Da wir nur 5 Leute sind, werde ich also 20% der Fragen beantworten müssen, also auch mindestens 20% der Fragen mitbekommen. Wenn da nicht dieses mordsmäßig hohe Kursgeld wäre, würde mich das glatt an "Schule" erinnern...
Im Orchester ist auch nicht weniger zu tun. Der gefürchtete "Tanz der Furien" aus der Oper "Orphée" von Gluck bringt selbst die Nicht-Laien um den Verstand, während die (guten) Laien Möglichkeiten suchen, unhörbar zu schummeln. Ganz ehrlich, das würde ich auch gerne, aber da ich ganz vorn neben der Chefin sitze, muss ich das Stück wohl bis zum Umfallen üben und üben und üben. Viel Zeit ist ja nicht mehr.
Aber trotz allem geht es mir zur Zeit wunderbar. Liegt das vielleicht an den Aktionen drüben im Migros, wo es die Oster-Schokohasen für 25% des ursprünglichen Preises gibt?

Freitag, 22. April 2011

Halli Hallo

Manche habe ich ja heute früh zum Abschluss des Jugendkreuzweges schon gesehen, den anderen sei gesagt: Nehmt euch in Acht, ich bin wieder da! Paul und ich haben ein paar schöne Tage mit meiner Familie in Lausanne verbracht und sind gestern aufgebrochen, um Deutschland unsicher zu machen. Das hat sogar bis jetzt ganz gut geklappt... Für die nächsten Tage bis zum 30.4., an dem es wieder mit der DB in die Schweiz geht, habe ich einen schon gut gefüllten Terminplan. Ein Fragezeichen steht aber noch: Wann und wo ist morgen die Osternacht? Ich finde dazu leider keine Infos... Wenn jemand was weiß, darf er sich gerne melden!
Ansonsten wünsch ich euch noch einen gesegneten Karfreitag.

Samstag, 16. April 2011

Lernen, lernen, lernen

Obwohl ich mein Abi schon gefühlte 5 Jahre hinter mir hab, hat das Lernen noch kein Ende genommen. Neben Grammatik büffel ich natürlich auch Vokabeln mit Phase 6 (ein sehr empfehlenswertes Lern-Programm!). Jonathan (5) hat dazu eben ein treffendes Bild gemalt, das ich euch nicht vorenthalten kann. Das auf meinen Knien ist übrigens mein Netbook, kein falschrum gehaltenes Buch, und der Punkt auf meiner Stirn gehört zum Fragezeichen.
Ich finds schon erstaunlich, wie schnell er erfassen konnte, was in meinem Kopf vor sich geht. Andere tun sich da weitaus schwerer =)

Dienstag, 5. April 2011

Ananas, Avocado und Physalis


Keine Ahnung, was gestern Abend im Essen war, aber wir haben danach entschieden, dass Irmela eine Ananas, Urs eine Avocado und ich eine Physalis bin. Jetzt hätte ich gerne von euch eure Vermutungen, warum gerade die Physalis am besten zu mir passt. Bin schon sehr gespannt auf eure Ideen!

Montag, 28. März 2011

Mirjam

Manche Angewohnheiten bemerkt man erst, wenn jemand anders sie imitiert. So ging mir das auch mit Mirjam. Wir sitzen alle zusammen am Tisch und da ich gerade in ein Gespräch vertieft bin, unterbreche ich kurz den Essvorgang. Als ich mich nichtsahnend nach rechts zu Mirjam dreh, strahlt sich mit mit diesem triumphierenden "ich-kann-das-auch"-Blick an und dreht ihre Gabel in der Hand. Hä? Ich schau auf meine Hand. Sie dreht die Gabel.
Das kleine Strahle-Kind imitiert aber nicht nur mich, sie schaut auch Irmela genau beim Umgang mit Baby Dominic zu und übt das dann an ihren Puppen. Das sieht dann zum Beispiel so aus: Puppe nehmen, T-Shirt hoch, Puppe an den Bauch drücken. Tja, für sie sieht es so richtig aus =)
Mirjam ist jetzt fast 3 Jahre alt und hat einen Hang zum Perfektionismus. Bei ihr gibt es keine offenen Flaschen, sie hat alles unter Kontrolle. Wenn das jemand versucht zu verhindern, dann gibt es so lange Geschrei, bis man eine für sie logische Lösung gefunden hat. Aber keine Panik, solche Lösungen existieren. Ich habe nur noch nicht rausgefunden, wo die sich versteckt haben.
Wenn sie in 1,5 Jahren in die Schule kommt, wird sie darauf bestens vorbereitet sein. Sie weiß, wie es ist, sich verteidigen zu müssen, Kompromisse zu schließen etc. Als Dritte und einziges Mädchen steckt sie mit Abstand am meisten ein. Vielleicht bildet sie deshalb gerade diese zickige Ader aus, die für Frauen ebenso typisch wie wichtig ist. Sie spielt dann gerne "ich-hab-schon-gehört-was-du-von-mir-willst-aber-ich-tu-mal-so-als-hätte-ich-keine-Ahnung". Während dieses Spieles schaut sie einem minutenlang regungslos in die Augen und tut nichts, aber auch absolut gar nichts. Unter Zeitdruck ist das schon manchmal reizend.
Wenn wir ungestört sind, machen Mirjam und ich gerne Gymnastik-Übungen, die bei uns "kleiner Flieger" und "großer Flieger" heißen. Warum ich sowas nur mit ihr mache? Naja, sie ist die Leichteste und... die Lieblingswörter von Kindern bei für Erwachsene anstrengende Aktionen sind halt "nochmal" und "bitte" (mit einem Engelsblick kombiniert).

Donnerstag, 24. März 2011

... und was macht die Geige?


Diese Frage klingt doch sehr ähnlich wie "Wieso macht ihr das eigentlich mit dem Bogen?" (Magda, wer hat das nochmal gefragt??) und trotzdem lohnt es sich mal, die Dienste meiner Teuren kurz zu erwähnen.
Diese Woche hatte sie (bzw wird sie noch haben) 5 Tage Dienst. Montag und Mittwoch Probe mit Amabilis; Donnerstag (damit fällt die Louange-Probe und das Mitwirken im GD weg), Samstag und Sonntag Probe und Konzert mit Amabilis in Lausanne (Do) und Rolle (Sa, So). Das klingt nach Stress und dank meiner nicht optimalen Haltung auch nach Rückenschmerzen aber das nehme ich gern auf mich. Gestern haben wir die neuen Noten für die nächsten Konzerte (Mitte Juni) erhalten und ich spiele zum 3. Mal in Folge 1. Geige!!! Normalerweise wird nach jedem Konzert durchgewechselt, damit jeder mal 1. und mal 2. spielt. Und ich bin die Jüngste dort... naja ihr könnt euch ja vorstellen, dass ich mich geehrt fühle =)
Heute Abend wird es zum ersten Mal ernst, aber aufgeregt bin ich noch nicht. Vielleicht kommt das noch, ich sollte besser jetzt schon Essen kochen und was verdrücken, bevor nachher mein Magen zu macht.

Montag, 7. März 2011

Der Alltag hat mich wieder


Und das hat auch seine Vorteile, wie zum Beispiel etwas geregeltere Pausen und Internet ab 9:32 Uhr.
In den letzten Urlaubstagen sind wir zweimal Schlitten gefahren. Beim ersten Mal sind Timon und ich 3x in einem Affenzahn die Bahn runtergefräst, dass wir danach 5 Minuten auf Irmela und Mirjam warten mussten. Beim zweiten Mal war die Bahn so weich, dass wir kaum fahren konnten. Wir sind gehüpft, von einem Huckel zum Anderen. Das konnte natürlich nicht gut gehen und wirklich, bei der schwierigsten Stelle haben wir einen laut Irmela ziemlich spektakulären Sturz hingelegt. Timon ist nichts passiert, er hatte Jonathans Ski-Helm auf und ist weich gelandet, weil er ja sozusagen von mir umgeben war. Klingt interessant, nicht? Ich habs übrigens auch überlebt, aber wir sind danach nicht noch einmal gefahren. Verständlich?
Meine sonstige Zeit habe ich größtenteils mit Dominic hüten und puzzeln gefüllt. In der Bibliothek stand ein 3D-Puzzel von Taj Mahal mit 1077 Teilen. Weil das ja noch nicht schwer genug ist, durfte ich noch mit der "Hilfe" der Kids rechnen. Am letzten Abend konnte ich das Puzzel endlich fertigstellen.

Dienstag, 1. März 2011

Tag 4 von 7

Wer aufgepasst hat, dem ist sicher aufgefallen, dass Tag 3 fehlt. Das liegt weder daran, dass ich nicht zählen kann, noch daran, dass gestern nichts passiert sei, sondern daran, dass ich in der hauseigenen Bibliothek ein interessantes Buch gefunden hab, das mich gestern den gesamten Tag beschäftigt hat. Sarah erinnert sich bestimmt noch an meine Reaktion auf „Die Apfelpflückerin“, ähnlich „ansprechbar“ war ich gestern auch. Kein Wunder also, dass ich die mehr als 500 Seiten in 24 Stunden geschafft hab zu verschlingen. Ich hatte nicht mal Lust, online zu gehen und das soll schon was heißen! Jonathan ist gestern zum ersten Mal Ski fahren, Timon und Mirjam waren den Vormittag in der Kinderbetreuung. Ich hatte mich also vormittags nur um Dominic zu kümmern. So ist es heute wieder. Der Kleine genießt es, neben mir auf meinem Bett zu liegen und meine Aufmerksamkeit nur mit PC/Buch teilen zu müssen.

Tag 2 von 7

Heute nahmen wir an einem Gottesdienst der evangelisch-methodistischen Kirche teil. Zumindest solange, wie die Lieder (begleitet von meinem Lieblingsinstrument, dem Akkordeon… *hust*) auf Hochdeutsch waren. Das Switzerdütsch hier ist kaum einfacher zu verstehen als Französisch! Soweit ich weiß, ging es um das Thema „Begegnung schenkt Berufung“. Ihr kennt doch bestimmt die Bibelstelle, wo Jesus die Fischer in seine Nachfolge ruft. Darauf war dieses Thema aufgebaut (die Bibelstellen waren auf Hochdeutsch!). Zur Zeit sind Irmela und die 3 älteren Kinder im Feriendorf-eigenen Schwimmbad. Dass danach noch etwas Aufregendes passieren wird, bezweifle ich doch mal stark. Übrigens ist die Gegend hier total niedlich mit den vielen Holzhäusern. Viele haben große Balkone und interessante Verzierungen. Andere erinnern eher an Heidi’s Hütte auf der Alm. Aber fast alle haben eines gemeinsam: sie sind definitiv fotogen!

Samstag, 26. Februar 2011

Tag 1 von 7

„Sind wir bald da?“, „Wie lange noch?“, „Kann man den Urlaub(-sort) schon sehen?“, „Sind wir auf der Autobahn?“, „Sind wir jetzt da?“, „Dauert‘s noch lange?“… hört euch das mal 2 Stunden lang am Stück an… irgendwann beantwortet ihr die Fragen, ohne darauf zu warten, dass sie jemand stellt.

Wir sind jetzt in Lenk-Simmental (deutsche Schweiz) angekommen. Hier gibt es eine Art Feriendorf, in dem man sich in einem der 6 Häuser eine Wohnung mieten kann. Vieles erinnert an eine Jugendherberge, nur ist dieses Feriendorf speziell für Kinder eingerichtet und sauber... Im Keller unseres Hauses gibt es eine Mini-Bibliothek und ein Baby-Krabbelzimmer. Könnte man bei Gelegenheit nutzen. Die Aussicht auf die Berge ist wunderschön, ich werde bestimmt viele Bilder machen. Heute aber nicht mehr, dazu bin ich einfach zu müde. Ich hab hier einen super Internetzugang, den ich wohl allabendlich nutzen werde *drauf freu*. Also allen eine erholsame Nacht (ja, ich bin in derselben Zeitzone wie ihr!!) =)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Hallo alle zusammen!

Also ich versuche jetzt, eine kurze Nachricht auf Französisch zu schreiben... Heute hat mich Edyta (eine sehr hübsche Dane, die in der Lobpreisgruppe Cello spielt) gefragt, ob ich diesen Samstag auf der Hochzeit von jemandem spielen könnte, den ich nicht kenne. Ich würde sehr gerne, aber am Samstag werden wir für eine Woche in die Ferien nach Lenk abreisen. Das ist wirklich schade. Ich freue mich auf die Ferien in den Bergen und ich hoffe, dass das mit Dominic geht, weil er ein paar Probleme mit der Atmung hatte. Er war für 24 Stunden im Krankenhaus und jetzt ist es ein bisschen besser.
Wer überhaupt nichts versteht, kann mich nach einer Übersetzung fragen (nicht mehr nötig =)). Ich hoffe, dass ich nicht allzu viele Fehler gemacht hab...

Montag, 21. Februar 2011

Salut tout le monde!

Alors j'essaie d'écrire maintenant un court message en francais... Aujourd'hui Edyta (une très belle dame qui joue le violoncell dans le groupe de louange) m'a demandé si je pourrais jouer ce samedi au marriage de quelqu'un qui je ne connais pas. J'aimerais beaucoup, mais le samedi on va partir on vacances à Lenk pour une semaine. C'est vraiment dommage. Je me réjuis des vacances dans la montagne et j'espère que ca va avec Dominic parce qu'il a eu quelques problèmes avec la respiration. Il avait à l'hôpital pour 24 heures et maintenant c'est un peu mieux.
Qui ne comprend rien du tout peut me demander une traduction. J'espère que je n'ai pas fait trop des défauts...

Dienstag, 1. Februar 2011

Hallo Welt!

Was tut man, wenn man nur von 7.30-9.00 Uhr arbeitet? Nein, was tut Jojo unter diesen Umständen? Sie nimmt sich ihre Französisch-Bücher (A1 und A2) und fängt an, von Anfang an jedes Fitzelchen Grammatik abzuschreiben, um alles zusammen und nicht in den Büchern verstreut zu haben und um alles nochmal zu wiederholen. Und sie schreibt euch eine Nachricht =) Le prochain message va être en francais, je promets!
Mein A2-Kurs (entspricht dem 2. Schuljahr Französisch) ist fast zu Ende und ich muss mich jetzt um einen neuen Kurs kümmern. Just for fun hab ich den Einstufungstest meiner Schule nochmal geschrieben und bin am Ende von B1 (Ende des 3. Schuljahres) rausgekommen. Ok, 30 Fragen sind nicht so aussagekräftig, aber mir wird angeboten, in einen B1-Kurs einzusteigen, so dass ich schon um Ostern fertig (mit der Schule, nicht mit dem Lernen!) wäre. Wenn ich dann noch eine Schule finde, die die B1-Prüfung anbietet, ist meine französische Zukunft gesichert.
Musikalisch ist alles wie immer, 3 Konzerte Ende März mit dem Orchester Amabilis und donnerstags und sonntags Loaunge-Gruppe. Sam und ich wollen bei Gelegenheit ein paar kurze Stücke komponieren, d.h.: improvisieren und aufschreiben. 2 Dinge, die mir ziemlich neu sind. Ich freu mich schon auf diese Herausforderung! An dieser Stelle meine Glückwünsche an Margarethe, Maria und Mirjam für ihre 21 Punkte bei JuMu! Hätte euch gerne zugehört.
Übrigens fahren wir in 4 Wochen zusammen in den Urlaub! Ich weiß nicht, wohin und wie lange, aber spielt das denn eine Rolle?
Wie ihr seht, braucht man sich keine Sorgen um mich zu machen =) Auf ein baldiges (*hust*) Wiedersehen!

Dienstag, 11. Januar 2011

Australien: Campingausflug mit Herausforderungen…

Was tust du, wenn…

… dir unter der Dusche, von Haarspitzen bis Fußzehen eingeschäumt, einfällt, dass du dein Handtuch vergessen hast? Ich meine, außer dir in den Hintern beißen…

… du weder Wasser noch eine saubere Abstellfläche zum Abwaschen hast?

… du das Baby mit auf Toilette nehmen musst, wo es dir einen Teil seiner letzten Mahlzeit zurückgibt, und du merkst, dass das Toilettenpapier alle ist?

… es draußen in Strömen regnet und du 3 Säcke voll frisch gewaschener Wäsche hast, die möglichst schnell im Auto trocknen sollten?

… du bei 40°C kein Deo mehr hast, weil die Sicherheitsbehörden in Singapur der Meinung waren, es enthielte 50 ml zu viel Flüssigkeit? (Ich kann garantieren, dass diese 50 ml lange nicht mehr drin waren! Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mich vorher nicht über die Sicherheitsbestimmungen informiert habe.)